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05.04.2016: Steuerliche Verlustberücksichtigung bei Kapitaleinkünften doch möglich!

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Verluste aus dem Verfall von Optionen mindern, so der BFH in drei Urteilen vom 12.01.2016, die Einkünfte von Privatanlegern aus Kapitalvermögen!

Die erworbenen Aktien- und Indexoptionen verloren an Wert und mussten zum Laufzeitende aus dem Wertpapierdepot ausgebucht werden (ein Verlust dieser Optionen zu 100%). Der BFH erkennt nunmehr die Verluste aus dem Verfall der wertlos gewordenen Optionen steuerlich an. Grundlage ist die Betrachtung von Anschaffung der Option und den Ausgang des Optionsgeschäfts als eine Einheit.
Damit kann der Wertverlust mit anderen positiven Einkünften aus Kapitalvermögen (z.B. Einnahmen aus Zinsen oder Dividenden) verrechnet werden. Hierin liegt der steuerliche Nutzen!

In seinen drei Urteilen wendet sich der BFH ausdrücklich gegen die bisherige Rechtsauffassung des Bundesministeriums für Finanzen. Quelle: BFH mit Urteilen vom 12. Januar 2016 (IX R 48/14, IX R 49/14 und IX R 50/14)

Als sensationell und bedeutsam sind die Entscheidungen anzusehen, weil sie zu Rechtsfragen nach Einführung der Abgeltungssteuer ergangen sind und damit auf die aktuelle Rechtslage anwendbar sind.

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